Fraunhofer UMSICHT
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Einführung Luft-/Rezigasverteilung
Vorschubrost Economiser
Filteranlage    
  Anlagen- und Betriebsoptimierung eines Altholzkraftwerks
Holzgasbefeuerte Dampfkesselanlage (10,5 MW)
Ersatzbrennstoffvergasung
Multifunktionale, modulare Wirbelschichtversuchs-
anlage
Anlagen- und Betriebsoptimierung eines Altholzkraftwerks



Fraunhofer UMSICHT wurde von der Baust Holzbetrieb GmbH hinsichtlich der Optimierung des Betriebsverhaltens des werkseigenen Restholzkraftwerks konsultiert. Insbesondere die kurzen Reisezeiten der Anlage von nur 5-6 Wochen und die notwendigen aufwändigen Reinigungsarbeiten sind aus Sicht des Betreibers nicht zufriedenstellend.

Seit 1997 betreibt die Fa. Baust die 5,8 MW-Rostfeuerung mit Dampferzeuger und Gegendruckturbine zur gekoppelten Wärme- und Stromerzeugung aus Rest- und Altholz. Der erzeugte Strom wird gemäß EEG vergütet. Die ausgekoppelte Wärme wird teilweise betriebsintern zu Trocknungs- und Heizzwecken verwendet und teilweise über ein Nahwärmenetz an Wärmekunden abgegeben.

Die Feuerung der Anlage besteht aus einem luftgekühlten 3-Zonen-Vorschubrost mit Naßentschaschung, 4 Unterwindzonen und seitlichen Rezi- und Sekundärluftdüsen. Der Dampferzeuger (6 t/h, 35 bar, 420 °C) besteht aus einem liegenden Rauchrohrkessel mit Vorschaltkessel (Strahlungsteil, Membranwände) und 2-facher Überhitzung (im 3. Zug seitlich eingesetzte Rohrregister, quer angeströmt mit versetzter Teilung) sowie nachgeschaltetem Eco.

In den vergangenen Jahren stellte die Beschaffung genehmigungskonformer Brennstoffchargen und die Einhaltung der diesbezüglichen Qualitäten den Betreiber vor zunehmende Schwierigkeiten. Überaus starke Brennraumverschlackung und starke Ascheanbackungen in sämtlichen rauchgasführenden Teilen der Anlage verursachen häufige Stillstände und arbeitstechnisch schwierige und kostenintensive Reinigungsarbeiten. Hinzu kamen verschiedene Schadensfälle in unterschiedlichen Bereichen der Anlage (u.a. Brennstoffzuführung, Überhitzer, Filter).

Eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation und Analyse des gesamten Kraftwerksprozesses durch Fraunhofer UMSICHT offenbarte eine Vielzahl einzelner Mängel und Schwachstellen, wobei sich die Behebung der Ursachen infolge der komplexen Zusammenhänge ausgesprochen schwierig gestaltete. Da eine nachträgliche umfassende Beseitigung sämtlicher Mängel wirtschaftlich und technisch kaum darstellbar war, konzentrierten sich die Arbeiten auf die Komponenten mit dem größtem betriebswirtschaftlichem Kosten/Nutzen-Verhältnis.

Als Anlagenkomponenten mit dringendem Bedarf an Optimierung bzw. großem Einsparpotenzial wurden die folgenden identifiziert:

  1. Vorschubrost,
  2. Luft-/Rezigasverteilung,
  3. Konvektivheizflächen/Economiser,
  4. Rauchgasreinigung/Filteranlage.
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