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Mit dem Ziel, eine wettbewerbsfähige Technologie für KWK-Anwendungen mittlerer
Leistung auf Basis von Biomasse zu entwickeln, wurde 1996 am Fraunhofer UMSICHT
eine 0,5 MW-Versuchsanlage zur Vergasung von Holz/Biomasse in der zirkulierenden
Wirbelschicht errichtet (s. Bild 1 a,b,c,d). Das mehrjährige Vorhaben wird vom
Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über Projektträger FNR - Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.,Gülzow gefördert.
Das im Prinzipschema (s. Bild 2) dargestellte Anlagenkonzept zur gekoppelten
Erzeugung von Strom und Wärme aus Biomasse basiert auf der Umsetzung des
Brennstoffs in ein brennbares Gas in einer atmosphärischen zirkulierenden
Wirbelschicht (ZWS). Das Gas wird nach einer Entstaubung und Abkühlung in einem
Blockheizkraftwerk (BHKW) eingesetzt.
Gasmotoren-BHKWs für Sondergase sind Stand der Technik und erreichen hohe
elektrische Wirkungsgrade, so daß der elektrische Gesamtwirkungsgrad der Anlage
bei 25 -28 % und damit deutlich über dem mit einer Feuerung und einem
Dampfturbinenprozeß erreichbaren Wert liegt. Gemeinsam mit dem Partner für
Blockheizkraftwerke
G.A.S. Energietechnologie GmbH, Krefeld wurde vor
allem die Wirbelschichtvergasung in Verbindung mit einem motorisch betriebenen
Blockheizkraftwerk (BHKW) vorangetrieben.
Im Vergasungsbetrieb werden Gasheizwerte um 5000 kJ/Nm3 erreicht. In dem Projekt
werden der Betrieb dieser Anlagenkombination optimiert und Auslegungsdaten für den
Bau einer kommerziellen Pilotanlage (s. Bild 3, 4) gewonnen. Damit soll diese
Technologie zur Marktreife geführt werden. Eine Abschätzung der Investitionskosten
eines ZWS-Gaserzeugers mit BHKW zeigt, daß diese für eine kommerzielle Größe unter
5.000 DM/kWel liegen.
Im April 2000 wurde an einer Pilotanlage mit einer Feuerungswärmeleistung von
rund 0,5 MW auf dem UMSICHT-Gelände in Oberhausen die Praxistauglichkeit des
Verfahrens durch einen 150 h-Dauerversuch unter Beweis gestellt.
Der automatische Betrieb der kompletten Anlage, bestehend aus Holztrocknung,
Gaserzeugung, trockener Gasreinigung und Kühlung, Gasmotor und Generator gestaltete
sich problemlos. Der erzeugte Strom wurde ins Netz eingespeist. Die wesentlichen
Leistungsdaten des Gaserzeugungsprozesses und des Blockheizkraftwerkes entsprachen
den Erwartungswerten. Entscheidend für den Erfolg ist ein katalytischer Reformer in
der Gaserzeugung, der im Holzgas enthaltene Teere in Nutzgas umwandelt, wodurch ein
teerfreies Brenngas entsteht.
Die weitere Pilotmaßstabserprobung an der Anlage in Oberhausen wird der
Verfahrensoptimierung dienen. Parallel dazu befindet sich die kommerzielle
Demonstrationserprobung in Vorbereitung. Das Verfahren eignet sich für die
regenerative Stromerzeugung aus Biomasse/Holz im Leistungsbereich von rund 1,0 -
5,0 MW.

Weitere Infos und Veröffentlichungen zur Holzvergasung

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